Flächenrecyclingprojekt im Zentrum von Hamm; Ehemalige Firma Raschig in Bochum-Werne, Ehemalige Galvanik in Wuppertal-Cronenberg, Ehemalige Dachpappenfabrik Dr. Kohl in Dorsten, Ehemalige Metallverarbeitung Susan in Netphen, Ehemaliges Gaswerk Hamm

Ehemals Altlast, heute begehrtes Grundstück.

Ausgewählte Projektbeispiele machen anschaulich, was genau das ist: Flächenrecycling und Altlastensanierung. Zwar kurz und knapp erzählen wir im Folgenden dennoch die kompletten Geschichten einzelner Standorte von der Entstehung der Bodenbelastung über unsere Sanierungsarbeiten bis zur heutigen Nutzung der Flächen.

Ausgewählte Projektbeispiele

LCKW-Belastung im Boden der alten Hansestadt

LCKW-Belastung im Boden der alten Hansestadt

Viele Jahrzehnte lang verwendete eine kleine chemische Reinigung in der Lemgoer Altstadt „Perchlorethylen“, um Fettflecken aus empfindlichen Textilien zu entfernen. Solche leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffe (LCKW) waren höchst wirksam und weit verbreitet. Ihre schädliche Wirkung auf die menschliche Gesundheit ist erst seit relativ kurzer Zeit bekannt. Unterhalb der Wäscherei und entlang eines alten Kanals verbreitete sich der Schadstoff im Boden. Dies wurde bei umfangreichen Untersuchungen festgestellt. Eine Sanierung des Schadens ist vorgesehen.

Bodenaustausch bei laufender Produktion

Bodenaustausch bei laufender Produktion

Nach ihrer Insolvenz hinterließ eine Metallwarenfabrik im sauerländischen Sundern ein gut erschlossenes Gelände am Flüsschen Röhr, auf dem sich nach nur zwei Jahren ein neues Unternehmen ansiedelte. Voraussetzung dafür war die Sanierung des Bodens der Gewerbefläche, der mit Mineralölkohlenwasserstoffen und leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) belastet war. Obwohl sogar unterhalb einer Werkshalle der Boden ausgetauscht werden musste, gelang es dem AAV, die Fläche so zu sanieren, dass die laufende Produktion kaum gestört wurde.

Gasdränage schützt Gesundheit der Anwohner

Gasdränage schützt Gesundheit der Anwohner

Zu einem Refugium für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickelte sich die ehemalige städtische Deponie am Südrand von Gladbeck. In der Tiefe jedoch zersetzt sich nach wie vor ganz allmählich der Hausmüll aus den 1960er und 1970er Jahren. Deponiegase wie Methan und Kohlendioxid, die dabei entstehen, könnten in jene Gebäude gelangen, die unmittelbar am Deponierand stehen. Um die Anwohner der Halde Ellinghorst davor zu schützen, baute der AAV zusammen mit der Stadt Gladbeck und dem Kreis Recklinghausen am Nordost- und Südostrand der Halde eine Gasdränage, die die flüchtigen Schadstoffe von Schul- und Wohngebäuden fernhält.

Schutz vor Schwermetall-Belastung des Grundwassers

Schutz vor Schwermetall-Belastung des Grundwassers.

30 Jahre nach Ende des Erzabbaus im Tagebau „Maubacher Bleiberg“ im Kreis Düren sickerte mit Schwermetallen belastetes Wasser aus dem ehemaligen Absetzbecken mit Aufbereitungsrückständen und vergiftete die Becken einer Forellenzucht. Nach der ersten Gefahrenabwehr werden nun das Sanierungskonzept für die Bergehalde Beythal fortentwickelt und Maßnahmen zur Sanierung umgesetzt. Die wichtigsten Punkte sind die fortgesetzte Reinigung des Sickerwassers und die Eindämmung des Schadstoff-Austritts an der Halde.

AAV erprobt innovative Sanierungsverfahren

AAV erprobt innovative
Sanierungsverfahren.

Bei der Sanierung einer PFC-Belastung von Boden und Grundwasser erproben der AAV und die Stadt Düsseldorf in Düsseldorf-Gerresheim innovative Reinigungsverfahren, vor allem neue Adsorbentien für per- und polyfluorierte Kohlenwasserstoffe. Dabei sind zusätzliche Partner willkommen, die im Rahmen des Langzeitpumpversuchs eigene Verfahren praktisch erproben wollen.

AAV und Stadt Duisburg stemmen mehrjähriges Großprojekt

AAV und Stadt Duisburg stemmen mehrjähriges Großprojekt.

Wie misst und bewertet man Bodenbelastungen, die sich über mehrere Stadtviertel einer Großstadt verteilen? Wie stimmt man notwendige Sanierungsmaßnahmen mit Hunderten unterschiedlicher Grundstückseigentümer ab? Und wie erstellt man einen Sanierungsplan für Hunderte unterschiedlich belastete Gärten? Gemeinsam meistern die Stadt Duisburg und der AAV diese enorme Herausforderung, ein erster Sanierungsabschnitt ist bereits erfolgreich abgeschlossen.