Schutz vor Grundwasser-Belastung

PFC-Schaden auf ehemaligem Betriebsgelände in Iserlohn

Als 2009 mehrere Tanks der inzwischen insolventen WEKA Destillation GmbH in Iserlohn explodierten, wurden Lösemittel sowie Flüssigkeiten aus galvanischen Bädern eines benachbarten Unternehmens freigesetzt. Hinzu kommen große Mengen PFC, die im benötigten Löschschaum enthalten waren. 2020 beginnt der AAV mit der Sanierung.

Projektübersicht

Projektname:
Betriebsgelände der WEKA Destillation GmbH in Iserlohn

Projektzeitraum:
in Arbeit

Standort:
Gewerbegebiet Rombock fünf Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Iserlohn

Fläche:
4.231 Quadratmeter

Bisherige Nutzung:
zwischen 1985 und 2009 durch ein chemisches Werk zur Destillation und Aufbereitung von Lösemitteln

Belastung des Bodens durch:
PFC (per- und polyfluorierte Chemikalien) aus den eingesetzten Löschmitteln sowie unterschiedliche aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX).

Die besondere Herausforderung
liegt im Umgang mit den PFC, die keinesfalls in Grundwasser gelangen sollten.

Kosten:
noch offen

Neue Nutzung:
Gewerbe

Kurz nach der Havarie ihres Werks …

… fiel die WEKA Destillation GmbH 2010 in Insolvenz. Deshalb ergriff die Bezirksregierung Arnsberg die nötigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr in Ersatzvornahme. Diese bestanden vor allem im Abpumpen und Entsorgen des mit PFC belasteten Grund- und Oberflächenwassers.


Um die Fläche erneut nutzbar zu machen …

… erwarb die Stadt Iserlohn 2016 das rund 4.200 Quadratmeter große Grundstück und schloss im November 2017 mit dem AAV einen öffentlich-rechtlichen Vertrag. Das gemeinsame Ziel: Nach der Sanierung soll das gut 4.000 Quadratmeter große Grundstück im Gewerbegebiet Rombock nördlich des Iserlohner Zentrums wieder gewerblich genutzt werden.


Nach dem Rückbau von Ruinen und verbliebenen Gebäuden …

… im Jahr 2020 können die Sanierungsuntersuchungen beginnen. Zudem wird derzeit nach Beprobung der Grundwasser-Messstellen im Umfeld des WEKA-Geländes ein hydrogeologisches Konzept zum weiteren Vorgehen erstellt.


Mit größter Sorgfalt und Vorsicht …

… muss der Gebäude-Rückbau erfolgen. Denn da PFC weder auf natürlichem Wege abgebaut, noch in Kläranlagen unschädlich gemacht werden können, ist es wichtig, ihre Freisetzung ins Grundwasser zu unterbinden. Mit besonderem Augenmerk auf PFC wurden daher das Rückbau- und Entsorgungskonzept erstellt und die Entsorgungswege speziell geklärt.


Mit zusätzlichen Grundwasser-Messstellen, …

… die auch auf benachbarten Grundstücken eingerichtet werden müssen, soll die Grundwassersituation weiter untersucht werden. Auch benötigt der AAV während der Bauphase zeitweise zusätzliche Flächen. Über deren Überlassung gibt es intensive Gespräche mit benachbarten Unternehmen.

Zurück