Hattingen, den

Platz für Gewerbe und Universität auf alter Industrie-Brache

AAV saniert jetzt 2,5 Hektar des Essener Thurmfeldareals nördlich der Universität

Direkt nördlich des Essener Campus‘ der Universität Duisburg-Essen (UDE) saniert der AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung gemeinsam mit der Stadt Essen weitere 2,5 Hektar des insgesamt etwa sieben Hektar großen Thurmfeldareals. Damit schafft der Verband auf einem Teil der alten Industrie-Brache die Voraussetzung für Bauprojekte der Universität für neue Forschungsgebiete. Daneben sieht der Entwurf des Bebauungsplans weitere gewerblich-universitäre Nutzungen der Fläche vor.

Bereits im Oktober 2021 soll das Flächenrecycling abgeschlossen sein. Am 7. Juni hatte das vom AAV beauftragte Unternehmen damit begonnen, die Fläche zu roden und zu entmüllen, erste Fundamente auszuheben und Wurzel-Stubben zu entfernen. Sobald auch die Mauer um das alte Werkgelände zurückgebaut ist, geht es an die Erdarbeiten, das heißt vor allem: Die alte Schwarz- und Betondecken-Versiegelung verschwindet und unterirdische Einbauten werden enttrümmert. Belastetes Material wird dann abtransportiert und fachgerecht entsorgt, die Fläche anschließend mit geeignetem, standorteigenem Material wieder aufgefüllt. Als Maßnahmenträger der Altlastensanierung und des Flächenrecyclings übernimmt der AAV von den Gesamtkosten in Höhe von 1, 5 Mio. Euro 80 %. Der Rest wird von der Stadt getragen.

Das Thurmfeldareal zwischen der Bottroper und der Hilgerstraße hatte seit den 1970er Jahren weitgehend brach gelegen. Auf dem westlichen Teil der Fläche stand zwischen 1867 und 1979 das städtische Gaswerk, östlich davon betrieb die ehemalige Maschinenbau AG Union zwischen 1877 und 1943 ein Werk. Beide hatten den Boden im Laufe der Jahrzehnte unter anderem mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), Mineralöl-Kohlenwasserstoffen, Blei und Arsen belastet, so dass eine neue Nutzung ohne eine vorherige aufwendige Sanierung nicht möglich war. Auf dem ehemaligen Gaswerksstandort wurde der Boden zusätzlich mit Cyaniden belastet.

Nach der Sanierung einer ersten Teilfläche an der Bottroper Straße ließ die Stadt Essen dort das neue Sportbad am Thurmfeld errichten, das 2016 eröffnet wurde. Die jetzt aufzubereitende Fläche schafft Raum für erste Bauprojekte der Universität und kleinere Gewerbeflächen. Die Fläche des sich westlich anschließenden ehemaligen Gaswerkes wird im Laufe der nächsten Jahre ebenfalls saniert und für eine vergleichbare Nutzung aufbereitet.

Das Foto (© AAV) zeigt das Pressegespräch am 29.06.2021 auf dem Thurmfeldareal. Von links nach rechts: Dr. Roland Arnz, AAV-Geschäftsführer, Simone Raskob, Umweltdezernentin in Essen, Thomas Kufen, Oberbürgermeister in Essen

AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Der AAV ist ein bundesweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Flächenrecycling und Altlastensanierung, in dem Land, Kommunen und Wirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten. Durch ein Landesgesetz 1988 gegründet, beseitigt die unabhängige, selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts überall dort Altlasten in Boden und Grundwasser, wo ein Verursacher der Verunreinigungen zum Beispiel nicht haftbar gemacht werden kann. So schützt der AAV Mensch und Umwelt vor Gefahren. Und macht zugleich wertvolle, meist attraktiv gelegene und gut erschlossene Flächen neu nutzbar. Damit unterstützt der AAV die Landesregierung wirkungsvoll bei ihrem Ziel, den Verbrauch von Natur- und Freiflächen zu reduzieren. Der Verband ist bei den Projekten in der Regel Maßnahmenträger und bringt neben seinem in über 30 Jahren erworbenem Know-how bis zu 80 % der Finanzierung auf. Zusätzlich zu den gesetzlichen Pflichtmitgliedern – dem Land NRW und den Kommunen – haben sich dem Verband auf freiwilliger Basis Unternehmen angeschlossen. Sie unterstützen damit die gesamtgesellschaftlich wichtigen Aufgaben des AAV. Und profitieren zugleich von den Erfahrungen und dem Sachverstand des interdisziplinären AAV-Teams, das die Unternehmen rechtlich und fachlich unterstützt.

 

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Postfach 80 01 47
45501 Hattingen

Werksstraße 15
45527 Hattingen

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Ansprechpartnerin

Sabine Schidlowski-Boos M.A.

Telefon: 02324 5094-30
Telefax: 02324 5094-70

E-Mail: s.boos@aav-nrw.de