Hattingen, den

Kreis Lippe: Start der Bodensanierung in Lage

In der Färberstraße werden Gebäude rückgebaut und der belastete Boden ausgetauscht

Diese Gebäude an der Färberstraße in Lage müssen für die bevorstehende Bodensanierung weichen

Ab April/Mai 2024 kann es nun losgehen: Der AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung beginnt in enger Abstimmung mit dem Kreis Lippe und der Stadt Lage den Rückbau der beiden Häuser Färberstraße 4 und 6 auf dem rund 2.300 m² großen Areal der ehemaligen chemischen Reinigung Kotzenberg. Anschließend werden von dem nahe der Innenstadt gelegenen Standort rund 2.000 Tonnen verunreinigter Boden bis zu einer Tiefe von maximal 2,5 Meter ausgekoffert und entsorgt. Zum Schutz der Baugrube wird ein Verbau eingerichtet. Im Anschluss erfolgt der Einbau von sauberem Boden. Auf diese Weise wird ein wesentlicher Teil des in dieser Sanierungszone befindlichen Schadstoffpotentials an leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) entfernt. Die Sanierungsarbeiten können, sofern alles nach Plan läuft, bis zum Sommer 2024 abgeschlossen werden.

Die Baustelle wird laufend auf eventuell auftretende Schadstoffe überwacht und bei Bedarf entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen.

In einem zweiten Sanierungsabschnitt ist die Sanierung des Grundwassers geplant, die über ein sogenanntes biologisches in-situ-Verfahren erfolgen wird. Dabei wird der Abbau der Verunreinigung im Untergrund über Zugabe von Melasse in den Grundwasserkörper unterstützt. Somit kann auf weitere Bauarbeiten weitgehend verzichtet werden. Diese Arbeiten werden nach Abschluss der Bodensanierung und nach einer Monitoring-Phase in Angriff genommen und rund drei Jahre dauern.

Baustellenlogistik

Für die Baustellenlogistik muss aufgrund der örtlich beengten Platzverhältnisse zeitweise öffentlicher Straßenraum in Anspruch genommen werden. Für eine begrenzte Zeit wird dafür ein Teil der Färberstraße abgesperrt. Hier erfolgt eine alternative Verkehrsführung zur Schötmarsche Straße. Die ursprüngliche Verkehrsführung wird nach Abschluss der Sanierung wiederhergestellt. Da für den Zeitraum der Bauarbeiten im Hofbereich am Standort Parkplätze wegfallen, werden in der näheren Umgebung ausreichende Ersatzparkplätze zur Verfügung gestellt.

Die Zukunft

Nach der Bodensanierung soll das Gelände zum Teil wieder hergestellt werden und in einem weiteren Teilbereich zukünftig als Retentions- und Versickerungsfläche genutzt werden.

Zum Hintergrund

Durch die ehemalige chemische Reinigung Kotzenberg in Lage, die auf einem an der heutigen Färberstraße gelegenen Areal seit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1980er Jahre betrieben wurde, ist es zur Freisetzung von leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) in den Untergrund gekommen. Die Untersuchungen des Untergrunds zeigten, dass sich der Schwerpunkt der Verunreinigung unterhalb der Gebäude Färberstraße 4 und 6 befindet. Weitere Schadstoffanteile finden sich in angrenzenden Bereichen. Ausgehend von diesem Standort ist es außerdem zu einer Belastung des Grundwassers gekommen, die sich in westliche Richtung zur Werre erstreckt.

Ende 2023 waren die Untersuchungen und Planungen für die Sanierung des Standortes abgeschlossen. Da in den Häusern Färberstraße 4 und 6 Belastungen der Raumluft festgestellt wurden, erfolgte zum Schutz der Bewohner während der Untersuchungs- und Planungsarbeiten eine temporäre Reinigung der Bodenluft. Diese wurde nach Räumung der beiden betroffenen Häuser beendet.

Die Anwohner wurden am 11.03.2024 im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die nun geplanten Schritte der bevorstehenden Sanierung unterrichtet.

Für Fragen zur Sanierung steht den Anwohnern der Projektleiter des AAV zur Verfügung:

Dr. Engelbert Müller
Telefon: 02324 5094-19
E-Mail: e.mueller@aav-nrw.de

 

AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Der AAV ist ein bundesweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Flächenrecycling und Altlastensanierung, in dem Land, Kommunen und Wirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten. Durch ein Landesgesetz 1988 gegründet, beseitigt die unabhängige, selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts überall dort Altlasten in Boden und Grundwasser, wo ein Verursacher der Verunreinigungen zum Beispiel nicht haftbar gemacht werden kann. So schützt der AAV Mensch und Umwelt vor Gefahren. Und macht zugleich wertvolle, meist attraktiv gelegene und gut erschlossene Flächen neu nutzbar. Damit unterstützt der AAV die Landesregierung wirkungsvoll bei ihrem Ziel, den Verbrauch von Natur- und Freiflächen zu reduzieren. Der Verband ist bei den Projekten in der Regel Maßnahmenträger und bringt neben seinem in über 30 Jahren erworbenem Know-how bis zu 80 % der Finanzierung auf. Zusätzlich zu den gesetzlichen Pflichtmitgliedern – dem Land NRW und den Kommunen – haben sich dem Verband auf freiwilliger Basis Unternehmen angeschlossen. Sie unterstützen damit die gesamtgesellschaftlich wichtigen Aufgaben des AAV. Und profitieren zugleich von den Erfahrungen und dem Sachverstand des interdisziplinären AAV-Teams, das die Unternehmen rechtlich und fachlich unterstützt.

 

AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Postfach 80 01 47
45501 Hattingen

Werksstraße 15
45527 Hattingen

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Der AAV ist ein bundesweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Flächenrecycling und Altlastensanierung, in dem Land, Kommunen und Wirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten. Durch ein Landesgesetz 1988 gegründet, beseitigt die unabhängige, selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts überall dort Altlasten in Boden und Grundwasser, wo ein Verursacher der Verunreinigungen zum Beispiel nicht haftbar gemacht werden kann. So schützt der AAV Mensch und Umwelt vor Gefahren. Und macht zugleich wertvolle, meist attraktiv gelegene und gut erschlossene Flächen neu nutzbar. Damit unterstützt der AAV die Landesregierung wirkungsvoll bei ihrem Ziel, den Verbrauch von Natur- und Freiflächen zu reduzieren. Der Verband ist bei den Projekten in der Regel Maßnahmenträger und bringt neben seinem in über 30 Jahren erworbenem Know-how bis zu 80 % der Finanzierung auf. Zusätzlich zu den gesetzlichen Pflichtmitgliedern – dem Land NRW und den Kommunen – haben sich dem Verband auf freiwilliger Basis Unternehmen angeschlossen. Sie unterstützen damit die gesamtgesellschaftlich wichtigen Aufgaben des AAV. Und profitieren zugleich von den Erfahrungen und dem Sachverstand des interdisziplinären AAV-Teams, das die Unternehmen rechtlich und fachlich unterstützt.

 

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Ansprechpartnerin

Sabine Schidlowski-Boos M.A.

Telefon: 02324 5094-30
Telefax: 02324 5094-70

E-Mail: s.boos@aav-nrw.de