Hattingen, den

Ehemaliges WEKA-Grundstück in Iserlohn: Start der Sanierungsarbeiten steht bevor

Gebäuderückbau auf dem Areal beginnt im September

Auf dem rund 4.200 m² großen ehemaligen Betriebsgelände der WEKA Destillation GmbH in Iserlohn beginnen mit dem Rückbau der oberirdischen Gebäude und Brandruinen die Sanierungsarbeiten. Die Arbeiten werden im Auftrag des AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung durchgeführt, der für die Sanierungsmaßnahmen federführend die Maßnahmenträgerschaft übernommen hat. Dafür wurde zwischen AAV, der Stadt Iserlohn und der Bezirksregierung Arnsberg ein öffentlich-rechtlicher Vertrag abgeschlossen. Die Stadt hat das Gelände nach der Insolvenz des Unternehmens im Jahr 2016 gekauft, um es gemeinsam mit dem AAV für eine gewerbliche Weiternutzung aufzubereiten. Der Boden ist mit leichtflüchtigen aromatischen Kohlenwasserstoffen Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylole (BTEX) sowie per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet. Im Grundwasser finden sich ebenfalls PFC. Die Arbeiten auf dem Gelände haben inzwischen mit der Sortierung von Abfällen begonnen. Der Abbruch wird voraussichtliche Ende des Jahres abgeschlossen sein. Im Anschluss daran folgen Planungen zur Bodensanierung.

Dem Plan zufolge werden bei den nun anstehenden Rückbauarbeiten rund 1.000 Tonnen Bauschutt anfallen, die in etwa 40 – 50 LKW-Fuhren abtransportiert und fachgerecht entsorgt werden. Das ausführende Unternehmen ist gehalten, die Arbeiten ohne große Staub-, Lärm- und Erschütterungsentwicklung durchzuführen.

Zur Geschichte der Fläche

Das Gelände liegt im Gewerbegebiet Sümmern-Rombock, etwa 5 km nördlich des Zentrums der Stadt Iserlohn. Auf dem Areal betrieb die WEKA Destillation GmbH von 1985 bis 2009 ein chemisches Werk zur Destillation und Aufbereitung von Lösemitteln. Im Jahr 2009 explodierte auf dem Firmengelände während des laufenden Betriebs eine Destillationskolonne und löste einen Großbrand aus. Infolge des Brandes kam es auf dem WEKA-Gelände zur Freisetzung von Lösemitteln und auf der benachbarten Fläche einer Firma, die Armaturen herstellt, zur Freisetzung von Flüssigkeiten aus galvanischen Bädern. Durch den Brand und die Löscharbeiten gelangten außerdem große Mengen an perfluorierten Tensiden (PFT) in den Boden und ins Grundwasser.

Die WEKA Destillation GmbH fiel 2010 in Insolvenz. Die Bezirksregierung Arnsberg führte als zuständige Behörde seit 2010 bis zur Projektübernahme durch den AAV Gefahrenabwehrmaßnahmen in Form von Abpumpen und Entsorgung von belastetem Grund- und Oberflächenwasser durch. Die Grundwassersicherung wird während der Arbeiten fortgeführt.

AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Der AAV ist ein bundesweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Flächenrecycling und Altlastensanierung, in dem Land, Kommunen und Wirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten. Durch ein Landesgesetz 1988 gegründet, beseitigt die unabhängige, selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts überall dort Altlasten in Boden und Grundwasser, wo ein Verursacher der Verunreinigungen zum Beispiel nicht haftbar gemacht werden kann. So schützt der AAV Mensch und Umwelt vor Gefahren. Und macht zugleich wertvolle, meist attraktiv gelegene und gut erschlossene Flächen neu nutzbar. Damit unterstützt der AAV die Landesregierung wirkungsvoll bei ihrem Ziel, den Verbrauch von Natur- und Freiflächen zu reduzieren. Der Verband ist bei den Projekten in der Regel Maßnahmenträger und bringt neben seinem in über 30 Jahren erworbenem Know-how bis zu 80 % der Finanzierung auf. Zusätzlich zu den gesetzlichen Pflichtmitgliedern – dem Land NRW und den Kommunen – haben sich dem Verband auf freiwilliger Basis Unternehmen angeschlossen. Sie unterstützen damit die gesamtgesellschaftlich wichtigen Aufgaben des AAV. Und profitieren zugleich von den Erfahrungen und dem Sachverstand des interdisziplinären AAV-Teams, das die Unternehmen rechtlich und fachlich unterstützt.

 

AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Postfach 80 01 47
45501 Hattingen

Werksstraße 15
45527 Hattingen

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Der AAV ist ein bundesweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Flächenrecycling und Altlastensanierung, in dem Land, Kommunen und Wirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten. Durch ein Landesgesetz 1988 gegründet, beseitigt die unabhängige, selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts überall dort Altlasten in Boden und Grundwasser, wo ein Verursacher der Verunreinigungen zum Beispiel nicht haftbar gemacht werden kann. So schützt der AAV Mensch und Umwelt vor Gefahren. Und macht zugleich wertvolle, meist attraktiv gelegene und gut erschlossene Flächen neu nutzbar. Damit unterstützt der AAV die Landesregierung wirkungsvoll bei ihrem Ziel, den Verbrauch von Natur- und Freiflächen zu reduzieren. Der Verband ist bei den Projekten in der Regel Maßnahmenträger und bringt neben seinem in über 30 Jahren erworbenem Know-how bis zu 80 % der Finanzierung auf. Zusätzlich zu den gesetzlichen Pflichtmitgliedern – dem Land NRW und den Kommunen – haben sich dem Verband auf freiwilliger Basis Unternehmen angeschlossen. Sie unterstützen damit die gesamtgesellschaftlich wichtigen Aufgaben des AAV. Und profitieren zugleich von den Erfahrungen und dem Sachverstand des interdisziplinären AAV-Teams, das die Unternehmen rechtlich und fachlich unterstützt.

 

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Ansprechpartnerin

Sabine Schidlowski-Boos M.A.

Telefon: 02324 5094-30
Telefax: 02324 5094-70

E-Mail: s.boos@aav-nrw.de