Hattingen, den - Gemeinsame Pressemitteilung von Stadt Krefeld und AAV

Beginn der Flächenaufbereitung auf ehemaligem Militärgelände in Bockum

Die Aufbereitungsarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Militärkaserne an der Emil-Schäfer-Straße in Krefeld-Bockum beginnen am Montag, 16. November: Die Stadt Krefeld will das gesamte Kasernengelände sowie eine südlich angrenzende Ackerfläche zu einem Wohn- und Mischgebiet entwickeln. Ein entsprechender Bebauungsplan befindet sich im Aufstellungsverfahren. Auf der für die Aufbereitung durch den AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung vorgesehenen Teilfläche ist insbesondere bezahlbarer Wohnraum geplant. Auftraggeber der Arbeiten auf dem Areal ist der AAV mit Sitz in Hattingen. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Stadt Krefeld, die Eigentümerin dieser Flächen ist.

 

Die Stadt hatte eine circa 10.670 Quadratmeter umfassende Teilfläche des Areals im Jahr 2017 beim Sonder-Förderprogramm des AAV „Identifizierung und Mobilisierung von Brachflächen für Flüchtlingsunterkünfte und dauerhaften Wohnraum“ angemeldet, aus dem die Aufbereitung von Brachflächen finanziert wird. Die Arbeiten sollen innerhalb von etwa zwölf Arbeitswochen bis Februar 2021 abgeschlossen werden.

Gründliche Untersuchungen von Boden und Bausubstanz

Ein Gutachterbüro hat seit Sommer 2019 im Auftrag des AAV ergänzende Untersuchungen hinsichtlich der Beschaffenheit von Boden und Bausubstanz durchgeführt. Deren Ergebnisse bildeten die Grundlage für die weitere Planung.

Die Untersuchungen der Gebäude und des Bodens ergaben in den Bauwerken typische Schadstoffe wie Asbest, KMF-haltiges Dämmmaterial (KMF = künstliche Mineralfasern), bituminöse Dachpappenlagen oder PCB-haltige Kondensatoren von Leuchtstoffröhren. Die Untersuchungen des Bodens hatten zum Ergebnis, dass die einschlägigen Grenzwerte für eine Wohnbebauung zwar eingehalten werden, jedoch diejenigen für Kinderspielflächen teilweise überschritten sind. Somit wurde aus Vorsorgegründen ein Bodenaustausch geplant, um den Wirkungspfad Boden-Mensch (Direktkontakt) zu unterbrechen und gesunde Wohnbedingungen zu gewährleisten.

Was muss getan werden?

Nach ersten vorbereitenden Arbeiten wie z. B. der Rodung des Geländes und der Aufstellung der Baustelleneinrichtung müssen zunächst die Gebäude entrümpelt und schadstoffhaltige Bauteile demontiert werden. Dadurch können Entsorgungskosten minimiert und die Gebäude gefahrlos abgebrochen werden. Anschließend erfolgen der ober- und unterirdische Abbruch der Gebäude. Danach muss der Boden bis in rund einen Meter Tiefe ausgehoben und durch sauberes Material (Füllsand) ausgetauscht werden.

Auch der Arbeits- und Anwohnerschutz spielt eine große Rolle. Dafür sind für die dort tätigen Personen persönliche Schutzausrüstungen erforderlich. Eine etwaige Staubentwicklung soll durch die Befeuchtung mit Wasser möglichst verhindert werden. Außerdem sollen vor allem lärm-, staub- und erschütterungsarme Arbeitsverfahren zum Einsatz kommen.

Im Stadtteil Bockum in Krefeld befindet sich das circa 38.000 Quadratmeter große Militärgelände der ehemaligen Kaserne an der Emil-Schäfer-Straße. Die Fläche wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs durch die Wehrmacht und anschließend von den britischen Streitkräften genutzt. Die dort bis zum Jahr 1988 stationierten Navy, Army and Air Force Institutes dienten als zivile Versorgungseinrichtung der Streitkräfte. Im Jahr 1998 erwarb die Stadt Krefeld das Gelände.

Als Ansprechpartner für Anwohner stehen zur Verfügung:

  • Julian Mainzer, AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung, Telefon: 02324 5094-39, E-Mail j.mainzer@aav-nrw.de

und bei der Stadt Krefeld:

  • Zentrales Gebäudemanagement, Telefon: 02151 86-1884, E-Mail: fb60@krefeld.de

AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Der AAV ist ein bundesweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Flächenrecycling und Altlastensanierung, in dem Land, Kommunen und Wirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten. Durch ein Landesgesetz 1988 gegründet, beseitigt die unabhängige, selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts überall dort Altlasten in Boden und Grundwasser, wo ein Verursacher der Verunreinigungen zum Beispiel nicht haftbar gemacht werden kann. So schützt der AAV Mensch und Umwelt vor Gefahren. Und macht zugleich wertvolle, meist attraktiv gelegene und gut erschlossene Flächen neu nutzbar. Damit unterstützt der AAV die andesregierung wirkungsvoll bei ihrem Ziel, den Verbrauch von Natur- und Freiflächen zu reduzieren. Der Verband ist bei den Projekten in der Regel Maßnahmenträger und bringt neben seinem in über 30 Jahren erworbenem Know-how bis zu 80 % der Finanzierung auf. Zusätzlich zu den gesetzlichen Pflichtmitgliedern – dem Land NRW und den Kommunen – haben sich dem Verband auf freiwilliger Basis Unternehmen angeschlossen. Sie unterstützen damit die gesamtgesellschaftlich wichtigen Aufgaben des AAV. Und profitieren zugleich von den Erfahrungen und dem Sachverstand des interdisziplinären AAV-Teams, das die Unternehmen rechtlich und fachlich unterstützt.

 

AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Postfach 80 01 47
45501 Hattingen

Werksstraße 15
45527 Hattingen

Zurück

AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Der AAV ist ein bundesweit einzigartiges Kompetenzzentrum für Flächenrecycling und Altlastensanierung, in dem Land, Kommunen und Wirtschaft partnerschaftlich zusammenarbeiten. Durch ein Landesgesetz 1988 gegründet, beseitigt die unabhängige, selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts überall dort Altlasten in Boden und Grundwasser, wo ein Verursacher der Verunreinigungen zum Beispiel nicht haftbar gemacht werden kann. So schützt der AAV Mensch und Umwelt vor Gefahren. Und macht zugleich wertvolle, meist attraktiv gelegene und gut erschlossene Flächen neu nutzbar. Damit unterstützt der AAV die andesregierung wirkungsvoll bei ihrem Ziel, den Verbrauch von Natur- und Freiflächen zu reduzieren. Der Verband ist bei den Projekten in der Regel Maßnahmenträger und bringt neben seinem in über 30 Jahren erworbenem Know-how bis zu 80 % der Finanzierung auf. Zusätzlich zu den gesetzlichen Pflichtmitgliedern – dem Land NRW und den Kommunen – haben sich dem Verband auf freiwilliger Basis Unternehmen angeschlossen. Sie unterstützen damit die gesamtgesellschaftlich wichtigen Aufgaben des AAV. Und profitieren zugleich von den Erfahrungen und dem Sachverstand des interdisziplinären AAV-Teams, das die Unternehmen rechtlich und fachlich unterstützt.

 

AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Postfach 80 01 47
45501 Hattingen

Werksstraße 15
45527 Hattingen

Ansprechpartnerin

Sabine Schidlowski-Boos M.A.

Telefon: 02324 5094-30
Telefax: 02324 5094-70

E-Mail: s.boos@aav-nrw.de