Bodenschutzpreis
Nordrhein-Westfalen 2018

Preisverleihung
Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2018

im Rahmen der „Allianz für die Fläche“

ausgelobt vom

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und
Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
und dem
AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Preisträger

Der in diesem Jahr zum vierten Mal ausgelobte Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2018 geht an zwei herausragende Flächenrecycling-Projekte in Herten und Hilden. Die beiden Gewinnerprojekte zeigen erfolgreiche Ansätze, wie brachliegende Flächen den Menschen vor Ort wieder zugänglich, wirtschaftlich nutzbar und damit erlebbar gemacht werden können.

Den mit 7.000 € dotierten Bodenschutzpreises NRW 2018 erhält das

„Flächenrecyclingprojekt Schlägel & Eisen 3/4/7 in Herten-Langenbochum“

eingereicht von der RAG Montan Immobilien, Essen und der Entwicklungsgesellschaft Schlägel & Eisen mbH aus Herten.

Diese Flächenrecyclingrojekt repräsentiert den erfolgreichen Wandel von einer ehemaligen Zeche mit Kokerei zu einem qualitativ hochwertigen Gewerbegebiet mit Modellcharakter, das die Themen Arbeiten, Natur, Freizeit und Erholung eindrucksvoll verknüpft. Neben einem aufwendigen Rückbau- und Sanierungskonzept sowie einem hohen Entsiegelungsgrad zeichnet sich das Projekt auch durch den Erhalt und die Wiedernutzung denkmalgeschützter Bestandsgebäude aus. Gleichzeitig wurden auf der Fläche neue Gewerbeflächen mit zusätzlichen Arbeitsplätzen in unmittelbarer Nähe eines attraktiven Stadtteilparks geschaffen. Der dazu angelegte Rad- und Spazierweg „Allee des Wandels“ ergänzt diese Maßnahme im Hinblick auf die hohe Akzeptanz der Anwohner und die Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit für den Bodenschutz.

Ein mit 3.000 € dotierter Sonderpreis geht an das

„Flächenrecyclingprojekt Gewerbeband Bahnhofsallee in Hilden“,

das von der GkA Grundstücksgesellschaft Hilden mbH und der Stadt Hilden eingereicht wurde.

Das Gewerbeband Bahnhofsallee in Hilden zeigt die vorbildliche Reaktivierung eines ehemaligen Bahngeländes in schwieriger und anspruchsvoller Lage. Trotz der unmittelbaren Nachbarschaft dieser Brachfläche an eine aktiv genutzte Güterbahntrasse und den damit verbundenen Lärmemissionen wurden mit diesem Projekt neue Gewerbeflächen mit Arbeitsplätzen für die Kommune geschaffen. Mit der Durchführung punktueller Bodensanierungsmaßnahmen, dem Ausbau der Erschließungsstraße sowie einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung wuchs die Akzeptanz für die Gewerbeansiedlungen an diesem Standort, die in der Errichtung einer meisterschaftsfähigen Kletterhalle gipfelte.

Im Rahmen einer Festveranstaltung des AAV am 12. November 2018 im Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen erfolgte die Verleihung des Bodenschutzpreises Nordrhein-Westfalen 2018.

Der in diesem Jahr zum vierten Mal ausgelobte Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen stellt die Aufbereitung von industriell vorbelasteten Brachflächen durch Flächenrecycling zur Schaffung neuer Flächen für Handwerk, Gewerbe und Industrie in den Vordergrund. Mit dem Preis sollen Impulse zur Standortverbesserung und Innenentwicklung gesetzt werden. Gleichzeitig soll die Auszeichnung verdeutlichen, dass Altlasten bei Bau- und Investitionsvorhaben kein unumgängliches Hemmnis bedeuten müssen, der Sanierung von Altlasten jedoch eine hohe Bedeutung zukommt.

Mit dem Bodenschutzpreis werden in erster Linie praktische und nachahmenswerte „Good-Practice-Beispiele“ ausgezeichnet, die als Anregung für andere Kommunen und für Investoren wirken und zu einer Verbreitung modellhafter Strategien zur Entwicklung brach gefallener Areale beitragen. Die aufgezeigten Lösungsansätze sollen einem breiten Publikum nahegebracht und als Modell für künftiges Flächenmanagement dienen.

Die in diesem Jahr eingereichten Projektbewerbungen boten der zehnköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Dr. Hans Richter ein vielseitiges Spektrum an Maßnahmen zum Bodenschutz und Flächenrecycling mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Pressemitteilung zum Bodenschutzpreis 2018