Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2018

Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2018
im Rahmen der „Allianz für die Fläche“

ausgelobt vom

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und
Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
und dem
AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung

Boden ist eine wichtige Lebensgrundlage: für Biodiversität, sauberes Grundwasser, Klimaschutz, Erzeugung unserer Lebensmittel, Wohnen und Erholung und nicht zuletzt die Basis für wirtschaftliche Produktion. Im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen sind natürliche, naturnahe und landwirtschaftliche Böden und Flächen einerseits wertvolle, sehr begrenzt verfügbare, andererseits aber auch begehrte Güter, die für nachfolgende Generationen erhalten werden müssen. Zur Vermeidung von zusätzlichem Naturverbrauch und zur Risikovorsorge für Böden und Grundwasser ist die Aufbereitung von industriell vorbelasteten Brachflächen durch Flächenrecycling die bestimmende Zukunftsaufgabe. Die Aufbereitung innerstädtischer Brachflächen trägt zum Ausgleich unterschiedlicher gesellschaftlicher Interessen bei und leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung unserer Städte und Regionen und die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Eine stringent nachhaltige Flächenpolitik ist umso wichtiger, da der Flächenbedarf der Kommunen zum einen für Wohnungsbau und zum anderen für Handwerk, Gewerbe und Industrie aktuell sehr groß ist.

Die „Allianz für die Fläche“ Nordrhein-Westfalen bringt in ihrem Trägerkreis Ministerien, kommunale Spitzenverbände und Kommunen, Verbände, Vereinigungen und Kammern sowie Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und gestaltet so einen kontinuierlichen Dialog sowie die Kooperation für eine nachhaltige Flächenpolitik.

2018 soll für den zum vierten Mal nach 2009, 2011 und 2014 ausgelobten Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen die Aufbereitung von industriell vorbelasteten Brachflächen durch   Flächenrecycling zur Schaffung neuer Flächen für Handwerk, Gewerbe und Industrie im Vordergrund stehen. Der Bodenschutzpreis wird vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) sowie dem AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung im Rahmen der NRW-Allianz für die Fläche ausgeschrieben: Er soll das Flächenrecycling sowie das öffentliche Bewusstsein für den Schutz des Bodens unterstützen und stärken.

Mit dem Preis sollen Impulse zur Standortverbesserung und Innenentwicklung gesetzt werden. Gleichzeitig soll die Auszeichnung verdeutlichen, dass Altlasten bei Bau- und Investitionsvorhaben kein unumgängliches Hemmnis bedeuten müssen, der Sanierung von Altlasten jedoch eine hohe Bedeutung zukommt.

Bisher liegt im Fokus des Flächenrecyclings die Schaffung neuer Wohnbauflächen, die einerseits für Flüchtlingsunterkünfte und andererseits wegen des bestehenden Nachholbedarfs vor allem im sozialen Wohnungsbau benötigt werden. Zur Schaffung neuer gewerblich genutzter Flächen bestehen ein regional unterschiedliches Angebot an Flächenpotenzialen und ein stark divergierender Bedarf. Einerseits muss auf großen Flächen in den Montan-Regionen der strukturelle Wandel durch Bereitstellung geeigneter Flächen vorangetrieben werden. Andererseits liefert die Aufbereitung zahlreicher kleiner und mittelgroßer Flächen in Ballungsrandgebieten und kleineren Kommunen zur Abdeckung des Flächenbedarfs einen wichtigen Beitrag für Gewerbe, Industrie und Handwerk, zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.

Mit diesem Preis werden in erster Linie praktische und nachahmenswerte „Good-Practice-Beispiele“ aufgezeigt, die als Anregung für Kommunen und für Investoren wirken und im Rahmen einer „Altlasten-Image-Kampagne“ der Verbreitung modellhafter Strategien zur Entwicklung brach gefallener Areale beitragen. Die mit dem Projekt aufgezeigten Lösungsansätze sollen einem breiten Publikum nahegebracht und als Modell für künftiges Flächenmanagement dienen. In diesem Jahr sollen in erster Linie solche Projekte ausgezeichnet werden, die insbesondere folgende Kriterien erfüllen: 

Kriterien

Teilnahmevoraussetzungen

Der Landeswettbewerb richtet sich an alle Akteure aus Wirtschaft, Handel, Logistik und Handwerk, an Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände und kommunale Arbeitsgemeinschaften sowie private Kooperationen, Arbeitsgemeinschaften, Partnerschaften, wie z. B. Ingenieur- und Planungsbüros, Architekten, Landschaftsarchitekten, Projektentwickler, Stadtplaner, Grundstückseigentümer, Bauträger und Baufirmen.

Eingereicht werden dürfen Projekte, die auf baulich vorgenutzten Flächen in Nordrhein-Westfalen im Zeitraum von 2013 bis 2017 realisiert wurden und eine Folgenutzung erkennen lassen. Voraussetzung ist ferner das Einverständnis aller Projekt-Beteiligten zur Teilnahme am Wettbewerb.

Die Teilnahme-Unterlagen sind bis spätestens zum 16.07.2018 (es gilt der Poststempel) einzureichen bei:

AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung
Sabine Schidlowski-Boos
Postfach 80 01 47
45501 Hattingen

Sie können die Daten/Dateien auch per E-Mail an bodenschutzpreis@aav-nrw.de senden.

Beurteilung der eingereichten Projekte:

Die eingereichten Projekte werden zunächst von einem Fachgremium auf Einhaltung der Kriterien vorgeprüft. Die Entscheidung des Gremiums ist verbindlich und endgültig, der Rechtsweg ausgeschlossen.

Die Vorprüfung erfolgt durch Vertreter von:

•    Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW,
•    Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW,
•    Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW,
•    AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung.

Die angemeldeten Projekte werden danach abschließend durch eine Jury beurteilt.
Die Entscheidungen der Jury sind endgültig, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Jury

Auszeichnung

Es werden Preise mit einem Gesamtwert von 10.000,- Euro vergeben. Über die Aufteilung entscheidet die Jury. Die Preisträger erhalten eine Urkunde sowie das Preisgeld.
Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen einer Festveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen des AAV am 12.11.2018 in Hattingen. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser wird die Preisübergabe vornehmen.

Bewerbungsunterlagen