Untersuchungen zur Immobilisierung PFAS-kontaminierter Böden

Nicht nur in Nordrhein-Westfalen steigt die Anzahl von PFAS-Fällen seit Jahren stetig an. Deren Bearbeitung stellt das Land, die Kommune und die Wirtschaft aufgrund der Eigenschaften der PFAS und stark limitierter Entsorgungskapazitäten vor große Herausforderungen. Zusammen mit Expertinnen und Experten des Umweltministeriums, des Landesumweltamtes, den Städten Köln und Düsseldorf sowie dem Verband der chemischen Industrie NRW hat der AAV zur Verbesserung der Sanierungspraxis in den Jahren 2017, 2019 und zuletzt 2024 „Workshops und Erfahrungsaustausche zum Umgang mit PFAS-Belastungen in Boden und Grundwasser“ durchgeführt.

Bei der Veranstaltung im Jahr 2019 wurde als drängender Handlungsbedarf für die Sanierungspraxis die Entsorgung von mit PFAS belasteten Böden identifiziert, da Deponien zunehmend weniger dieser Böden annehmen. Auf der Grundlage einer Projektidee und nach Abstimmung im Begleitkreis wurde durch den AAV ein Projekt mit dem Ziel initiiert, zu prüfen, ob PFAS-belastete Böden immobilisiert
auf Deponien entsorgt werden können.

Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen. Zunächst wurde bis Ende 2020 eine Desk-Top-Recherche mit dem Vorschlag eines Untersuchungsprogramms als Zusammenfassung des aktuellen Wissenstands bezüglich Sorption und Transport von PFAS im ungesättigten Boden, Kenntnisse über die vorhandenen Sorptionsmittel zur Immobilisierung von PFAS und der Langzeitbeständigkeit der PFAS-Immobilisierung erstellt.

Auf dieser Grundlage wurde dann in der zweiten Phase bis Ende 2023 die Machbarkeit der PFAS-Immobilisierung anhand von Bodenmaterialen aus konkreten PFAS-Fällen und handelsüblicher Sorptionsmittel im Labormaßstab untersucht. Als Ergebnis wurden aus der Praxis ableitbare Prüfverfahren für Stresstests, die eine Alterung künstlich simulieren, ermittelt und eine Abschätzung der grundsätzlichen Wirtschaftlichkeit durchgeführt, die im jetzt vorgelegten Abschlussbericht dokumentiert und ausgewertet wurden.

Das Projekt wurde im Auftrag, unter der Leitung und fachlichen Koordinierung des AAV unter Berücksichtigung wichtiger Hinweise und Anregungen des Begleitkreises für die jeweiligen Untersuchungsschritte und für die Dokumentation durchgeführt. Auftragnehmer waren die ARCADIS Germany GmbH sowie die Universität Duisburg-Essen. Wir bedanken uns für die sehr gute und zielführende
Zusammenarbeit.

Der Ausblick ist positiv, Entsorgungsengpässe mit Hilfe der Immobilisierung lösen zu können.

Den Bericht und seine Anlagen können Sie hier herunterladen:

Abschlussbericht

Anlagen:

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