Call for Papers: Dechema sucht Beiträge für das "26. Symposium Strategien zur Sanierung von Boden & Grundwasser 2024"

Titelbild der DECHEMA-Veranstaltung

Das 26. Symposium „Strategien zur Sanierung von Boden & Grundwasser“ wird von der DECHEMA mit Unterstützung des AAV und weiterer Organisationen veranstaltet. Es legt in diesem Jahr seine Schwerpunkte auf aktuelle Fragestellungen in den Bereichen Grundwasser und Boden. Als eines der zentralen Themen hat sich das Vorbereitungskomitee für „Effizienz in der Sanierungspraxis“ mit all seinen Facetten – von Treatment Trains über hydraulische Aspekte bis hin zu Energieeffizienz entschieden.

Hinzu kommen Praxiserfahrungen im Umgang mit Boden- & Grundwasserverunreinigungen – auch mit einem Blick auf Verunreinigungsquellen, neues aus Erkundung, Untersuchung und Überwachung sowie der Umgang mit komplexen Sanierungsszenarien. Des Weiteren adressiert das Symposium die Bereiche persistente, mobile, toxische Stoffe in Boden und Grundwasser, rechtliche Fragestellungen und besonders auch Neues aus der Forschung und Entwicklung.

Aber auch bevorstehenden Herausforderungen nimmt sich das Symposium an. Hierzu zählt beispielsweise die Wechselwirkung Braunkohleausstieg - Grundwasser: Was sind Qualitätsperspektiven? Gibt es Wechselwirkungen mit bestehenden Grundwasserverunreinigungen? Welche Rolle können frühere Erfahrungen und aktuelles Know how spielen? Auch dies ein Thema welches deutlich macht, wie wichtig das Know-how und der Wissenserhalt unseres Fachgebiets und der Branche ist.

Das Vorbereitungskomitee hat mit den Themen für den Aufruf zur Beitragseinreichung wieder einen zukunftsweisenden Rahmen für das diesjährige Symposium geschaffen. Praxisbeispiele sind zu allen Themen der Ausschreibung ausdrücklich willkommen.

Wie in den vergangenen Jahren ist es Ziel des Symposiums, Perspektiven zu diskutieren, den Kenntnisstand zu verbessern und den persönlichen Erfahrungsaustausch in Forschung und Praxis zu fördern. Wir laden Forscher und Entwickler, Planer, Behörden, Technologieanbieter und Sanierungspflichtige ein, sich mit Vorträgen und Postern an diesem spannenden Dialog zu beteiligen. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

In der begleitenden Fachausstellung bieten wir Unternehmen die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen, Technologien und Dienstleistungen zu präsentieren.

Seien Sie auch in der 26. Auflage des Symposiums „Strategien zur Sanierung von Boden & Grundwasser“ Teil dieser Kommunikationsplattform für alle, die mit der Bearbeitung verunreinigter Standorte und Regionen sowie der Bewirtschaftung von Boden und Grundwasser befasst sind.

Themen-Aufruf zur Beitragseinreichung 2024

  1. Neues aus Erkundung, Untersuchung und Überwachung
  • Vor-Ort-Analytik und Sensorik: Neuentwicklungen, Leistungsfähigkeit, Praxisbeispiele
  • Nutzung von Non-target Analytik
  • Einbindung innovativer Ansätze in die Bewertung
  • Auswirkungen sinkender landwirtschaftlicher Nitrateinträge und Gehalte im Grundwasser auf Minderungsprozesse im Bereich schädlicher Grundwasserveränderungen, z.B. MNA
  1. Boden- & Grundwassersanierung in der Praxis – Lessons Learned
  • Auswirkung sinkender Grundwasserstände auf Grundwasserverunreinigungen
  • Planung langlaufender Sanierungsmaßnahmen unter schwankenden Randbedingungen im Grundwasser (ggf. Bsp. Aus dem Ausland)
  • Möglichkeiten und Grenzen der Mobilisierung von Schadstoffphasen - „Was ist sinnvoll und möglich?“: Wie weit sollten Phasen entfernt werden? Festlegung von „Dekontaminationszielen“ – Erfahrungen, Praxisbeispiele
  • Neue Sanierungsansätze für Verunreinigungsquellen
  1. (Wasser)Effizienz in der Sanierungspraxis
  • Erfahrungen und Chancen bei der Umstellung von P&T Maßnahmen auf hydraulische Kreisläufe?
  • Schnittstellen zur Wasserwirtschaft, gesamtheitliche Betrachtung von Sanierungskonzepten und -maßnahmen
  • Potentiale durch integrierte Sanierungsansätze (Bsp. AAV, Deponie…)
  • Energiebedarf und -effizienz in der Sanierung
  • Gesamthydraulische Rahmenbedingungen und Aspekte, z.B. Wechselwirkungen Grund- und Oberflächenwasser
  • Umgang mit Wässern aus der Grundwassersanierung,
    B. Nutzung als Brauchwasser, Reinfiltration, Wärmenutzung (Ansprüche an Verfahrenstechnik, Praxisbeispiele, genehmigungsrechtliche Aspekte, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, geänderte Sanierungsziele)
  • Potenziale von Treatment Trains: Sanierungserfolg, Energiebedarf, Wasserverbrauch, …
  • Pump-and-Treat: Umweltauswirkungen der Wasserentnahmen – ein Thema für Sanierungsuntersuchungen? (Praxisbeispiele)
  1. Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung
  • Nachhaltigkeitsaspekte bei komplexen Sanierungsentscheidungen und energetische Bewirtschaftungskonzepten
  • Wechselwirkung mit grüner und blauer (Wasser)Infrastrukturen
  • Klimawandelanpassung und Biodiversitätskrise – Ausgleichs- und Begleitmaßnahmen zur Aufwertung von Sanierungsprojekten
  • Umgang mit Nachhaltigkeitsanforderungen der Industrie, z.B. EU Taxonomie (Annex 3)
  • Ist Wasserstress ein Zukunftsthema für die (regionale) Altlastensanierung?
  1. Persistente, mobile, toxische Stoffe in Boden und Grundwasser
  • PFAS, z.B. vollzugs- und /genehmigungsrechtliches Herangehen, Emissions- und Ausbreitungsprognosen, Behandlungskonzepte, …
  • Mikroplastik: Vorkommen, Mobilität, Wirkung, Bewertung, …
  • Projektbeispiele mit besonderem Fokus (z.B. besondere Kontaminanten)
  • Stoffliche Belastungen bei der Grundwasseranreicherung und der Wechselwirkung Oberflächengewässer und Grundwasser
  • Grundwassersanierung an der Schnittstelle zwischen Nachsorge und Vorsorge
  • Auswirkungen auf grundwasserabhängige Ökosysteme
  1. Rechtliche Fragestellungen
  • Geeignete Vergabeverfahren und Vertragskonstellationen für öffentlich-rechtliche Verträge bei komplexen und langlaufenden In-situ Sanierungen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für innovative Sanierungsansätze: Beispiele zur Einbindung in langfristige Sanierungsvereinbarungen
  • Implementierung innovativer Verfahren in die Sanierungsplanung – Umgang mit potentiellen Risiken
  • Genehmigungsverfahren bei der Überschneidung unterschiedlicher Rechtsbereiche: Vorbereitung und Lösungsansätze zur Beschleunigung, Praxisbeispiele, …
  1. (Grund)Wasserwirtschaftliche Aspekte zum Braunkohleausstieg
  • Wechselwirkungen mit Grundwasserverunreinigungen
  • Grundwasser-Qualitätsperspektiven
  • Erfahrungen aus früheren Maßnahmen
  • Welches Potential bieten Erfahrungen aus der in-situ Sanierung und Beeinflussung von Untergrundprozessen?
  1. Neues aus der Forschung: Prozesse, Erkundung, Sanierung, Überwachung

Deadline für die Einreichung von Beiträgen ist der 22. Mai 2024.

Mehr Informationen zur Beitragseinreichung finden Sie auf der entsprechenden Webseite der DECHEMA

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