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Gefhrdungsabschtzung
Sanierungsuntersuchung
Sanierungsplan
 
Sanierungsplan
 
Ist die Entscheidung über Art und Umfang der im Einzelfall durchzuführenden Maßnahmen gefallen, kann mit der Planung für die erforderlichen Maßnahmen begonnen werden.

Nach BBodSchG kann die zuständige Behörde von dem zur Sanierung Verpflich-teten - also vom Verursacher oder Eigentümer einer Altlast - die Durchführung der Sanierungsuntersuchung und die Vorlage eines Sanierungsplans verlangen, der insbesondere enthalten soll:
  • eine Zusammenfassung der Gefährdungsabschätzung und der Sanierungsuntersuchung,
  • Angaben über die bisherige und künftige Nutzung des zu sanierenden Grundstücks,
  • die Darstellung des Sanierungszieles und hierzu erforderlichen Sanierungsmaßnahmen, Angaben zur zeitlichen Durchführung sowie Erstellen eines Kostenplans.
Ein Sanierungsplan enthält die unten genannten Angaben und Unterlagen:
 
1.  Darstellung der Ausgangslage, insbesondere hinsichtlich
  • der Standortverhältnisse (u. a. geologische, hydrogeologische Situation; bestehende und planungsrechtlich zulässige Nutzung),
  • der Gefahrenlage (Zusammenfassung der Untersuchungen nach § 3 dieser Verordnung im Hinblick auf Schadstoffinventar nach Art, Menge und Verteilung, betroffene Wirkungspfade, Schutzgüter und -bedürfnisse),
  • der Sanierungsziele,
  • der getroffenen behördlichen Entscheidungen und der geschlossenen öffentlich-rechtlichen Verträge, insbesondere auch hinsichtlich des Maßnahmenkonzeptes, die sich auf die Erfüllung der nach § 4 des Bundes-Bodenschutzgesetzes zu erfüllenden Pflichten auswirken, und
  • der Ergebnisse der Sanierungsuntersuchungen.
2.  Textliche und zeichnerische Darstellung der durchzuführenden Maßnahmen
      und Nachweis ihrer Eignung, insbesondere hinsichtlich
  • des Einwirkungsbereichs der Altlast und der Flächen, die für die vorgesehenen Maßnahmen benötigt werden,
  • des Gebietes des Sanierungsplans,
  • der Elemente und des Ablaufs der Sanierung im Hinblick auf

    • den Bauablauf,
    • die Erdarbeiten (insbesondere Aushub, Separierung, Wiedereinbau, Umlagerungen im Bereich
    • des Sanierungsplans),
    • die Abbrucharbeiten,
    • die Zwischenlagerung von Bodenmaterial und sonstigen Materialien,
    • die Abfallentsorgung beim Betrieb von Anlagen,
    • die Verwendung von Böden und die Ablagerung von Abfällen auf Deponien und
    • die Arbeits- und Immissionsschutzmaßnahmen,
  • der fachspezifischen Berechnungen zu

    • on-site-Bodenbehandlungsanlagen,
    • in-situ-Maßnahmen,
    • Anlagen zur Fassung und Behandlung von Deponiegas oder Bodenluft,
    • Grundwasserbehandlungsanlagen,
    • Anlagen und Maßnahmen zur Fassung und Behandlung insbesondere von Sickerwasser,
  • der zu behandelnden Mengen und der Transportwege bei Bodenbehand-lung in off-site-Anlagen,
  • der technischen Ausgestaltung von Sicherungsmaßnahmen und beglei-tenden Maßnahmen, insbesondere von

    • Oberflächen-, Vertikal- und Basisabdichtungen,
    • Oberflächenabdeckungen,
    • Zwischen- bzw. Bereitstellungslagern,
    • begleitenden passiven pneumatischen, hydraulischen oder sonst-igen Maßnahmen (z.B. Baufeldentwässerung, Entwässerung des Aushubmaterials, Einhausung, Abluftfassung und -behandlung) und
  • der behördlichen Zulassungserfordernisse für die durchzuführenden Maßnahmen.
3.  Darstellung der Eigenkontrollmaßnahmen zur Überprüfung der sach-
     gerechten Ausführung und Wirksamkeit der vorgesehenen Maßnahmen,
     insbesondere
  • das Überwachungskonzept hinsichtlich

    • des Bodenmanagements bei Auskofferung, Separierung und Wiedereinbau,
    • der Boden- und Grundwasserbehandlung, der Entgasung oder der Bodenluftabsaugung,
    • des Arbeits- und Immissionsschutzes,
    • der begleitenden Probennahme und Analytik und
  • das Untersuchungskonzept für Materialien und Bauteile bei der Ausführung von Bauwerken.
4. Darstellung der Eigenkontrollmaßnahmen im Rahmen der Nachsorge ein-
    schließlich der Überwachung, insbesondere hinsichtlich
  • des Erfordernisses und der Ausgestaltung von längerfristig zu betrei-benden Anlagen oder Einrichtungen zur Fassung oder Behandlung von Grundwasser, Sickerwasser, Oberflächenwasser, Bodenluft oder Depo-niegas sowie Anforderungen an deren Überwachung und Instandhaltung,
  • der Maßnahmen zur Überwachung (z.B. Messstellen) und
  • der Funktionskontrolle im Hinblick auf die Einhaltung der Sanierungs-erfordernisse und Instandhaltung von Sicherungsbauwerken oder -ein-richtungen.

5. Darstellung des Zeitplans und der Kosten.
 
Danach erfolgen Ausschreibung und Vergabe der Sanierungsmaßnahme.

Fließbild der Altlastenbearbeitung


Quelle UBA
Hinweis: Diese Schema ist in Anlehnung an das Sondergutachten "Altlasten des Rates von Sachverständigen für Umweltfragen (Bundestagsdrucksache 11/6191) entstanden und wurde entsprechend mit Inkrafttreten von Bundes-Bodenschutz-gesetz und Bodenschutz- und Altlastenverordnung überarbeitet und ergänzt.